Skolans historia

Den Skandinaviska Skolan i Hamburg är en svensk utlandsskola som startade sin verksamhet för över 100 år sedan. Skolan ligger i centrala Hamburg vid Innocentiapark i stadsdelen Harvestehude. 

Vi erbjuder en utbildning med mycket hög kvalité i en trygg omgivning och vänder oss till barn från alla skandinaviska länder och till barn boende i Hamburg med skandinaviskt påbrå.

Undervisningen omfattar förskoleklass, grundskola (årskurs 1-6) och distansundervisning för högstadiet/gymnasium. Vi erbjuder kompletterande undervisning för barn i svenska och norska. På kvällstid erbjuder vi svenskundervisning för vuxna från nybörjarkurs till avancerad svenska.

 

Den skandinaviska pedagogiken som sätter i eleven i centrum är ledstjärnan för vår skola.

 

100 år Skandinaviska Skolan i Hamburg, 2010

Hamburger Abendblatt 04.11.2010 NEUSTADT 

 

Skandinavische Schule feiert 100. Geburtstag

 

An der Skandinavischen Schule werden zurzeit 31 dänische, finnische, norwegische und schwedische Kinder unterrichtet.

 

Von Claudia Eicke-Diekmann

Foto: Marcelo Hernandez

 

Harvestehude. Die schwere Haustür der Stadtvilla quietscht beim Aufdrücken. Die Schritte lassen den Holzboden im Haus knarren. Es duftet nach Butterbrot und Kakao. Durchs Treppengeländer lugt ein Kindergesicht. Die blauen Augen strahlen. "Hej. Ich bin Paula", ruft das blonde Mädchen und verschwindet durch eine weiße Flügeltür. Dahinter singen Kinder im Rhythmus ein Lied. "Die singen Mathematik", sagt Eva Wendel. "Das machen wir hier. Dann lernen die Kleinen ganz schnell", fügt die Schulsekretärin hinzu. Das alles hier in der Skandinavischen Schule Hamburg erinnert sehr an Bullerbü - unser Bild vom Kindheitsparadies, das die Schwedin Astrid Lindgren in ihren Geschichten schuf.

 

Die Skandinavische Schule hieß bis 2001 Schwedische Schule. Als eine der ersten schwedischen Auslandsschulen wurde sie vor 100 Jahren gegründet. "Es war den Eltern wichtig, ihren Kindern einen Ort zu bieten, der Geborgenheit und Vertrautheit vermittelte", sagt Helena Wallander vom Schwedischen Club Hamburg. Das gilt bis heute.

 

1910 war die Schwedische Schule nicht mehr als ein großer Raum in der schwedischen Kirche an der Ditmar-Koel-Straße. Auf gleicher Etage lebte damals - ähnlich wie in Bullerbü - die Lehrerin. Aus dieser Zeit ist nur so viel überliefert: Im ersten Jahr lernten hier sechs Kinder schwedischer Familien.

Regina Bösenberg besuchte 1941 bis 1952 die Schwedische Schule. "Während des Krieges blieben die Schulen in Hamburg zeitweise geschlossen. Da waren wir so froh, dass wir unsere Schule hatten." An den Namen ihrer Lehrerin erinnert sich die heute 78-Jährige: "Ragna Norström unterrichtete uns in Schwedischer Sprache, Schrift, Geschichte und in Geografie. Wir mochten das Fräulein sehr." Nach Kriegsende galt wieder die deutsche Schulpflicht, auch für die schwedischstämmigen Jungen und Mädchen "Da sind wir einmal in der Woche in die schwedische Schule gegangen, weil es dort so schön war", sagt Regina Bösenberg.

 

1957 zog die "Svenska Skolan" um. Eine ehemalige Schülerin hatte der Schule eine Stadtvilla an der Brahmsallee vermacht. Über die Jahre meldeten mehr und mehr dänische, finnische und norwegische Eltern ihre Kinder an der Schwedischen Schule an, deshalb ist schließlich eine Skandinavische Schule daraus geworden.

 

Zurzeit lernen in der Privatschule, die sich über Schulgeld und Zuschüsse aus Schweden, Norwegen und Finnland finanziert, 31 Kinder zwischen fünf und elf Jahren ganztägig. Im Dachgeschoss wohnt - nach Bullerbü-Vorbild - Schulleiterin Solfrid Storum. Unterrichtet werden die Schüler von skandinavischen Pädagogen nach dem schwedischen Lehrplan. Unterrichtssprache ist Schwedisch. Die Kinder haben Fachunterricht und Extrastunden in ihrer jeweiligen Muttersprache. Solfrid Storum ist Norwegerin. Sie unterrichtet die Fächer Norwegisch und Deutsch, Mathematik auf Schwedisch und Norwegisch.

 

Für die Kinder ist der Sprachenmix keine große Sache. Xenia hat eine finnische Mutter, einen deutschen Vater, spricht fließend Schwedisch, Schweden-Finnisch und Deutsch, lernt Englisch, Norwegisch und Dänisch. "Wir Skandinavier können uns untereinander gut verstehen", sagt das elfjährige Mädchen. "Ja, die Kinder kommen bestens klar", bestätigt Solfrid Storum. "Kommt ein dänischer Schüler an unsere Schule, dauert das nur wenige Wochen, bis er dem Unterricht auf Schwedisch folgen kann."

 

Die Jungen und Mädchen werden altersgemischt ihren Fähigkeiten und ihrem Lernstand entsprechend unterrichtet. "So können sie ihr eigenes Lerntempo entwickeln", sagt Solfrid Storum. An der Skandinavischen Schule gibt es, wie in Schweden üblich, weder Zensuren noch Sitzenbleiben. Der Wechsel an deutsche Schulen funktioniere reibungslos. "Wir schreiben dann eine Empfehlung für die Schulart. Das passt fast immer."